
Der Vorarlberger Energieversorger illwerke vkw hält seine Strom- und Gaspreise trotz der jüngsten Turbulenzen an den Weltenergiemärkten stabil und kündigt ab 1. April sogar leichte Senkungen an. Während der Krieg zwischen den USA und Israel gegen den Iran bereits zu steigenden Großhandelspreisen für Öl und Gas geführt hat, verspricht das Unternehmen seinen Kundinnen und Kunden eine langfristige Preisgarantie. Die Energiekosten für Haushalte und Betriebe in Vorarlberg werden bis 31. März 2027 fixiert.
Nach Angaben von illwerke vkw und dem Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner ist diese Stabilität das Resultat eines frühzeitigen und günstigen Einkaufs am Markt. Wallner betont, die Politik habe auf die Tarifgestaltung keinen Einfluss genommen; spezielle Förderungen oder Belastungen des Landesbudgets seien nicht im Spiel. Das Unternehmen habe sich – auch mit Blick auf frühere Preissprünge während des Ukraine-Kriegs – rechtzeitig mit Energie und Gasreserven eingedeckt. Der Gasspeicher weise derzeit einen Füllstand von 55 Prozent auf und solle weiter aufgefüllt werden.
Konkret sinkt beim Erdgasprodukt „Standard“ der Energiepreis leicht auf 5,2 Cent je Kilowattstunde. Beim Strom liegen der Einfachtarif sowie der Tarif „TagNacht“ ab 1. April bei 9,9 Cent je Kilowattstunde netto nach Rabatt, rund um die Uhr. Das neue Produkt „Strom Duo“ wird mit einem Verbrauchspreis von 9,4 Cent je Kilowattstunde angeboten. Zusätzlich gibt es zeitlich begrenzte Rabatte auf Netz- und Energiepreis. Für einen durchschnittlichen Haushalt ergibt sich laut Unternehmen eine jährliche Entlastung von rund 15 Euro.
Wie stark sich die globalen Marktverwerfungen letztlich in Österreich bemerkbar machen, hängt nach Einschätzung des früheren E-Control-Vorstands Walter Boltz insbesondere davon ab, wie lange die Erdöllieferroute durch die Straße von Hormuz eingeschränkt bleibt. Am Großhandelsmarkt sei mit stärkeren Preisschwankungen zu rechnen, so Boltz im ORF-Programm Ö1. In Vorarlberg bleiben die unmittelbaren Auswirkungen auf Endkundinnen und -kunden vorerst begrenzt: Dank der mehrjährigen Fixpreisstrategie und neuer, leicht günstigerer Stromprodukte können illwerke-vkw-Kunden trotz globaler Unsicherheit mit planbaren Energiekosten rechnen.

In Kärnten endet eine Ära: Peter Kaiser (SPÖ) absolviert am Dienstag seinen letzten Arbeitstag als Landeshauptmann und zieht sich danach in den Ruhestand zurück. Der 67-Jährige verlässt um 17.00 Uhr sein Büro in der Landesregierung, nachdem er zuvor im Klagenfurter Konzerthaus offiziell verabschiedet wurde. Kaiser war insgesamt 18 Jahre Mitglied der Kärntner Landesregierung und steht seit dem SPÖ-Wahlsieg bei der Landtagswahl 2013 an der Spitze des südlichsten Bundeslands.
Zur Abschiedsfeier im Konzerthaus kamen rund 280 geladene Gäste – von politischen Wegbegleitern über Vertreter aus Gesellschaft, Kultur, Kirche und Wirtschaft bis hin zu Freunden. Begrüßt wurde Kaiser von der Militärmusikkapelle Kärnten, viele Programmpunkte blieben für ihn bis zuletzt Überraschung. Die künftige amtsführende Landeshauptfrau Gabriele „Gabi“ Schaunig (SPÖ) moderierte den Abend. In einem Video würdigten Persönlichkeiten, darunter Ex-Bundespräsident Heinz Fischer, Kaisers Stil der Amtsführung.
Als Überraschungsredner trat der frühere Landeshauptmann und Kärntner SPÖ-Landesvorsitzende Peter Ambrozy auf. Er bezeichnete Kaiser als den „untypischsten Landeshauptmann Kärntens“ – einen Politiker ohne traditionellen Kärntner Anzug, der in seinem Büro Werke slowenischer Künstler hängen habe. Nach seiner eigenen Rede im voll besetzten mittleren Saal des Konzerthauses bat Kaiser die Gäste zu Schinkenfleckerln und informellem Austausch.
Mit Dienstagabend legt Kaiser sein Amt offiziell zurück. Für die Übergangsphase übernimmt seine bisherige Stellvertreterin Gabriele Schaunig für eine Woche interimistisch den Landeshauptmann-Posten. Gleich nach Ostern, am 7. April, soll der aktuelle Landesrat und Chef der Landes-SPÖ, Daniel Fellner, vom Kärntner Landtag zum neuen Landeshauptmann gewählt werden. Einen Tag später ist die Angelobung durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen geplant. Kaiser hatte bereits im Vorfeld erklärt, „der Zeitpunkt sei gekommen, diese Aufgabe wohlüberlegt in jüngere Hände zu legen“.