
Steyr Motors AG hat die Übernahme des dänischen Marine-Spezialisten BUKH A/S abgeschlossen und damit einen zentralen Schritt in der eigenen Wachstumsstrategie vollzogen. Der oberösterreichische Triebwerkshersteller erwarb 100 Prozent der Anteile an BUKH sowie an der verbundenen SLC Ejendomme ApS. Die Erstkonsolidierung der BUKH-Gruppe in den Konzernabschluss von Steyr Motors ist ab dem zweiten Quartal 2026 vorgesehen.
Mit der Transaktion erweitert Steyr Motors sein Produktportfolio für zivile und militärische Boote auf eine Leistungsspanne von 24 bis 700 PS und positioniert sich damit als Full-Range-Anbieter im Marine- und Defense-Segment. BUKH gilt als Spezialist für SOLAS-zertifizierte ("Safety of Life at Sea") Rettungsboot-Motoren, womit Steyr Motors sein Angebot in einem sicherheitskritischen Nischenmarkt vertieft. Konzernchef Julian Cassutti spricht von einem „strategischen Quantensprung“ im Marine- und Defense-Geschäft und erwartet durch die breitere Palette ein deutlich höheres Umsatzpotenzial pro Kunde.
Strategisch verspricht sich Steyr Motors von der Übernahme neben der Portfolioerweiterung vor allem den Zugang zu neuen Märkten und zusätzliche Skaleneffekte. Das bestehende Vertriebsnetzwerk von BUKH soll insbesondere den Markteintritt und -ausbau in Asien und Südamerika beschleunigen. Zudem stärkt der Zukauf die Präsenz des Unternehmens im wachsenden militärischen Markt für unbemannte Überwassersysteme (USV). Mit BUKH erhält Steyr Motors einen zweiten europäischen Produktionsstandort und sieht signifikante Synergien in Produktion, Vertrieb und Aftermarket, inklusive Cross-Selling-Potenzialen.
Auf der finanziellen Seite rechnet Steyr Motors damit, dass die Akquisition bereits im ersten vollen Konsolidierungsjahr einen positiven Beitrag zum operativen Ergebnis und zur EBIT-Marge leistet. Auch personell ist der Übergang geregelt: Der bisherige Eigentümer und BUKH-CEO Søren Christiansen wird die Integration für mindestens zwei Jahre als Aufsichtsratsmitglied von BUKH begleiten. Die operative Führung des dänischen Unternehmens hat bereits zum 1. April der bisherige Technik- und Betriebsvorstand Torben Damberg übernommen.

Die Stadt Wien startet ein neues Förderprogramm für Photovoltaik-Anlagen und richtet den Fokus dabei klar auf bisher ungenutzte Flächen im dicht bebauten Stadtgebiet. Ab 4. Mai 2026 stehen dafür 7 Millionen Euro bereit. Gefördert werden vor allem innovative und multifunktionale Anlagen, die technisch anspruchsvoller oder kostenintensiver sind als klassische Aufdachlösungen – etwa Installationen an Gebäudefassaden oder auf Dachgärten.
Mit dem Paket verfolgt die Stadt mehrere energiepolitische Ziele. Der Ausbau klimafreundlicher Stromerzeugung soll beschleunigt und die Abhängigkeit von ausländischen Energielieferanten verringert werden. Gleichzeitig zielt Wien darauf ab, langfristig mehr Kontrolle über die Energiepreise zu gewinnen. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) verweist in diesem Zusammenhang auf den geplanten Ausstieg aus Gas und Öl und bezeichnet Sonnenstrom als zentrale Säule für mehr Energieunabhängigkeit und eine klimafreundliche Zukunft.
Die Stadt reagiert damit auch auf Marktveränderungen: Die Kosten für klassische Aufdachanlagen und Speicher sind zuletzt deutlich gesunken, viele Projekte amortisieren sich bereits nach wenigen Jahren. Die Förderung wird daher nun gezielt auf komplexere Vorhaben verlagert. Unterstützt werden künftig vor allem Fassaden-PV-Anlagen sowie Photovoltaik auf Dachgärten, sofern diese öffentlich, öffentlich zugänglich oder gemeinschaftlich genutzt werden. Bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten können übernommen werden.
Parallel dazu bleiben bestehende Förderschienen bestehen. Programme für PV-Anlagen im mehrgeschoßigen Wohnneubau, auf Flugdächern und auf Gründächern haben sich nach Darstellung der Stadt bewährt und werden bis 2027 weitergeführt. Insgesamt soll der Ausbaupfad damit abgesichert werden: Bis 2030 strebt Wien eine installierte PV-Leistung von 800 Megawatt Peak (MWp) an – genug, um nach Angaben der Stadt rund ein Viertel aller Wiener Haushalte mit Sonnenstrom zu versorgen.
Um die Nachfrage anzukurbeln und Projekte zu erleichtern, baut Wien auch sein Beratungs- und Serviceangebot aus. Bürgerinnen, Bürger und Betriebe können sich kostenlos informieren, wie sich der Umstieg auf Sonnenstrom konkret umsetzen lässt. Beratungen sind telefonisch oder per Video-Call möglich und können online gebucht werden; weitere Details zum Förderpaket und zum erweiterten Informationsangebot stellt die Stadt ab 4. Mai auf sonnenstrom.wien.gv.at bereit.