Dreißig Jahre Werte: Der internationale Fair-Play-Menarini-Preis kündigt seine Ausgabe 2026 an

06.05.2026

FLORENZ, Italien, 6. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Dreißig Jahre bemerkenswerte Geschichten, die von Männern und Frauen, für die sportliche Ethik mehr zählt als jede Medaille. Das ist der Meilenstein, den der Fair Play Menarini International Award in wenigen Wochen erreichen wird.

Fair Play Menarini Internationaler Preis

 

Moralische Integrität ist neben wettbewerbsfähiger Exzellenz, unerlässlich um in die Reihen der Fair Play Menarini Botschafter aufgenommen zu werden. Diese prestigeträchtige Gruppe umfasst mehr als 400 Sportlegenden - darunter Zico, Tommie Smith, Casey Stoner, Federica Pellegrini, Ian Thorpe, Fabio Cannavaro, Federica Brignone, Marco Belinelli und Luis Figo, um nur einige zu nennen - Ikonen, die weiterhin neue Generationen inspirieren, indem sie die edelsten Werte des Wettbewerbs fördern.

Die Preisverleihungssaison wird auf Rom eröffnet. Am 4. Juni veranstaltet das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI) die offizielle Pressekonferenz, auf der die Gewinner der Fair Play Menarini in Anwesenheit von CONI-Präsident Luciano Buonfiglio bekannt gegeben werden. Bei dieser Gelegenheit wird auch der „Young Athletes" Fair Play Menarini Award an aufstrebende Talente verliehen, die bereits ein großes Engagement für die Sportethik gezeigt haben. Die Veranstaltung wird dann nach Florenz verlegt. Am 15. Juni wird der Special Fiamme Gialle „Studium und Sport" Award - der in Zusammenarbeit mit der Sportgruppe der Guardia di Finanza und der toskanischen Niederlassung des CONI ins Leben gerufen wurde - an Studenten verliehen, die sowohl akademisch als auch sportlich herausragende Leistungen erbringen.

Die Höhepunkte des Preises werden im Juli stattfinden. Am Mittwoch, dem 1. Juli, Piazzale Michelangelo in Florenz werden die Preisträger zum traditionellen Gala-Dinner empfangen, gefolgt von der Preisverleihung am Donnerstag, dem 2. Juli, in der stimmungsvollen Kulisse des Teatro del Maggio Musicale Fiorentino.

Da wir uns der 30. Ausgabe nähern, sind wir motivierter denn je die Botschaft des Preises weiterzugeben," sagten Luca Lastrucci, Valeria Speroni Cardi und Filippo Paganelli, Mitglieder des Vorstands der Fair Play Menarini Stiftung. „Ein Blick auf die Fair Play Menarini Hall of Fame reicht aus, um uns jeden Tag an den außergewöhnlichen Weg zu erinnern, auf dem wir uns befinden - einen Weg der die authentischste Seite des Sports feiert, als eine wahre Schule des Lebens und der Werte."

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Fair Play Menarini Internationaler Preis

 

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Rollentausch im Digitalunterricht: Wenn Schüler Social-Media-Experten sind

04.05.2026

In der Debatte um die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen rücken österreichische Schulen zunehmend in den Fokus. Golli Marboe, Initiator der „Mental Health Days“, fordert, Lehrerinnen und Lehrer deutlich stärker zu unterstützen – und zugleich in die Pflicht zu nehmen. Im Gespräch mit der APA plädierte er dafür, dass alle Pädagoginnen und Pädagogen einmal im Jahr verpflichtend eine Fortbildung zu einem Thema rund um das psychische Wohlbefinden absolvieren. Zusätzlich brauche es ein strukturiertes Angebot zur regelmäßigen Supervision.

Marboe verweist darauf, dass der Lehrberuf damit eine Sonderrolle einnimmt: „Es ist der einzige Sozialberuf, der das nicht hat“, sagt er mit Blick auf fehlende Supervisionsstrukturen. Nach seiner Vorstellung sollen Lehrkräfte damit nicht nur entlastet, sondern auch besser befähigt werden, Warnsignale bei Schülerinnen und Schülern frühzeitig zu erkennen und professionell darauf zu reagieren. Die Forderung zielt auf eine langfristige Verankerung von Mental-Health-Kompetenz im Schulalltag ab.

Zusätzlichen Druck erzeugt aus Sicht von Fachleuten der Umgang Jugendlicher mit sozialen Medien. Barbara Haid, Präsidentin des Österreichischen Bundesverbands für Psychotherapie (ÖBVP), unterstützt ein Social-Media-Verbot für Unter-14-Jährige ausdrücklich. „Kinder brauchen keine sozialen Medien“, betont sie und spricht sich für einen altersgerechten, schrittweisen Zugang aus – ähnlich wie beim Führerschein, für den man lernen und eine Prüfung ablegen müsse. Besonders problematisch seien sogenannte „Endless Reels“, also endlos scrollbare Kurzvideo-Formate, die nach Einschätzung von Haid und Marboe stärkere Auswirkungen auf die Psyche haben können als klassische Textnachrichten, während Ängste gleichzeitig diffuser würden.

Dass viele Lehrkräfte im Bereich Social Media weniger sattelfest sind als ihre Schülerinnen und Schüler, sehen die beiden Experten nicht als Nachteil. Marboe zieht den Vergleich mit Suchtprävention: Man müsse „nicht jede Droge ausprobieren, um darüber reden zu können, dass Drogen schlecht sind“. Haid verweist auf Klassen, in denen sich Lehrende digitale Plattformen von den Jugendlichen erklären lassen. Diese bewusste Rollenumkehr könne die Beziehungsebene stärken, weil die Schülerinnen plötzlich als Expertinnen auftreten. Aus Sicht der Befürworter solcher Ansätze ist das Zusammenspiel aus besser geschulten Pädagoginnen, klareren Social-Media-Regeln und strukturierten Unterstützungsangeboten ein zentraler Baustein, um die mentale Gesundheit junger Menschen im Bildungssystem langfristig zu stabilisieren.