ESSEN, Deutschland, 8. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Evonik modernisiert die Wirkstoffproduktion am US-Standort Tippecanoe in Lafayette, Indiana. Über die nächsten fünf Jahre investiert das Unternehmen 100 Millionen US Dollar in die Erneuerung zentraler Anlagenteile für die Fertigung pharmazeutischer Wirkstoffe. Ziel der Investition ist es, Automatisierung, Ergonomie und Effizienz deutlich zu erhöhen und sich als Dienstleister für die Auftragsentwicklung und Auftragsfertigung (CDMO) für Pharmakunden in den USA noch besser aufzustellen. Die Investition wird auf regionaler Ebene gefördert.

„Die Stärkung unseres US Wirkstoffgeschäfts ist eine strategische Notwendigkeit. Angesichts der wachsenden Nachfrage in den USA nimmt Tippecanoe eine Schlüsselrolle dabei ein, eine resiliente, global ausgewogene Anlagenstruktur aufzubauen", sagt Dr. Guido Skudlarek, Leiter der Business Line Health Care bei Evonik. Der Standort Tippecanoe fungiert im globalen CDMO-Netzwerk von Evonik als zentraler Pfeiler für die Auftragsfertigung niedermolekularer pharmazeutischer Wirkstoffe.
Mit der Modernisierung in Tippecanoe investiert Evonik in ihre Next Generation Technologies. Diese tragen dazu bei, die technologische Führungsposition des Unternehmens zu stärken und energieeffiziente Produktionsprozesse weiterzuentwickeln. Als gezielte Erhaltungsinvestitionen sind sie ein wichtiger Wachstumstreiber, denn sie unterstützen die Kostenführerschaft des Standorts und helfen zugleich, Treibhausgasemissionen zu reduzieren – ganz im Einklang mit den strengen Investitionsrichtlinien von Evonik.
Geopolitische Unsicherheiten machen deutlich, wie wichtig es ist, in den westlichen Industrieländern Produktionskapazitäten für unverzichtbare Arzneimittelwirkstoffe und moderne Wirkstofftechnologien aufrechtzuerhalten. Neue therapeutische Ansätze führen zu immer komplexeren Molekülstrukturen, deren Herstellung zunehmend anspruchsvoll ist. Evonik verfügt bereits über umfassende Erfahrung in der Synthese solcher komplexen Wirkstoffe. Doch um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, müssen diese Fähigkeiten weiter ausgebaut und langfristig abgesichert werden. Dazu sind gezielte Investitionen notwendig.
„Unsere Investition in Tippecanoe ermöglicht uns, gemeinsam mit unseren Kunden noch anspruchsvollere Moleküle für zentrale therapeutische Bereiche wie Onkologie, Stoffwechsel- und Herz Kreislauf-Erkrankungen verfügbar zu machen", sagt Daniel Fricker, Leiter der Product Line Drug Substance bei Evonik Health Care.
Tippecanoe ist der zweitgrößte Standort von Evonik in den USA und zählt zu den weltweit größten Produktionsstätten für pharmazeutische Wirkstoffe. Er verfügt über den branchenweit größten Betrieb für hochwirksame Wirkstoffe (HPAPI) mit einer Kapazität von 170 m³ sowie fortschrittlichen Containment-Systemen (OEL bis zu 0,1 µg/m³). Zusätzlich bietet der Standort 860 m³ Reaktorkapazität für allgemeine Wirkstoffe, 2.500 m³ für großtechnische Fermentation und ein breit aufgestelltes Technologieportfolio. Evonik hat Tippecanoe 2010 von Eli Lilly übernommen und seitdem zu einem CDMO für komplexe Wirkstoffprojekte für zahlreiche Kunden weiterentwickelt.
Evonik: Leading beyond chemistry
Evonik geht mit der Verbindung aus Innovationsstärke und führender Technologiekompetenz über die Grenzen der Chemie hinaus. Das in mehr als 100 Ländern aktive Chemieunternehmen mit Sitz in Essen erwirtschaftete im Jahr 2025 einen Umsatz von 14,1 Milliarden € sowie ein Ergebnis (bereinigtes EBITDA) von 1,9 Milliarden €. Der gemeinsame Antrieb der rund 31.000 Mitarbeiter: mit maßgeschneiderten Produkten und Lösungen als Superkraft für die Industrie den Kunden den entscheidenden Wettbewerbsvorteil zu verschaffen - und dadurch das Leben der Menschen zu verbessern. In allen Märkten. Jeden Tag.
Über Custom Solutions
Das Segment Custom Solutions konzentriert sich auf innovationsgetriebene, maßgeschneiderte Lösungen für Kunden in spezifischen Wachstumsmärkten. Dazu gehören Additive für Beschichtungen, Kleb- und Dichtstoffe, Polyurethanschaum- und Schmierstoffe, Katalysatoren sowie Inhaltsstoffe für die Kosmetik-, Reinigungs- und Pharmaindustrie. Das Segment erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 mit rund 9.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 5,4 Mrd. €.
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Bei der Verleihung des BRICK AWARD 26 in Wien hat ein vietnamesisches Projekt den Ton für die internationale Ziegelarchitektur vorgegeben: Der Đạo Mẫu-Tempel mit angeschlossenem Museum wurde mit dem Grand Prize ausgezeichnet. Das Gebäude, das laut Veranstalter CO2-negativ errichtet wurde, setzt auf lokale Tonziegel und gilt als besonders ressourcenschonend. Die Gala in der österreichischen Hauptstadt zeigte, wie weit das Spektrum zeitgenössischer Keramikarchitektur inzwischen reicht – von religiösen Stätten in Asien bis zu Industrieanlagen in Lateinamerika.
Der BRICK AWARD wird seit 2004 alle zwei Jahre vergeben und versteht sich als herstellerunabhängige Plattform für Architekturbüros, die mit Ziegeln und Keramik arbeiten. Ausrichter ist der Baustoffkonzern Wienerberger, der mit dem Preis ein internationales Netzwerk von Pionieren der Ziegelarchitektur bündelt. Prämiert wird in fünf Kategorien: „Feeling at home“ für Einfamilienhäuser und kleinere Projekte, „Living together“ für städtische Wohnanlagen, „Working together“ für Gewerbe- und Industriebauten, „Sharing public spaces“ für öffentliche Gebäude und Räume sowie „Building outside the box“ für besonders innovative Ansätze.
Auf der Ebene der Einzelkategorien spiegelten die diesjährigen Gewinner zentrale Branchentrends wider. In der Kategorie „Feeling at home“ wurde ein offenes Einfamilienhaus auf Mallorca ausgezeichnet, das mithilfe speziell gesetzter Wände den Meerblick maximiert und zugleich Privatsphäre schafft. „Living together“ entschied ein gemischt genutztes Gebäude in Barcelona für sich, das nachhaltige Ziegel mit einem sozialen Innenhof kombiniert und damit auf dichte, aber gemeinschaftlich orientierte Stadtentwicklung setzt. In „Working together“ ging die Auszeichnung an ein Lager- und Bürogebäude in Mexiko, das lokale Keramik und vulkanisches Material integriert und so industrielle Nutzung und regionale Baustoffe verbindet.
Erstmals vergab die Jury zusätzlich einen Sonderpreis für innovatives gemeinschaftliches Wohnen. Dieser ging an ein Projekt in Belgien, das wiederverwendete Ziegel einsetzt, um eine nachhaltige Nachbarschaft zu schaffen. Der Fokus auf Recycling, CO2-Reduktion und lokale Materialien zieht sich damit durch zentrale Gewinnerprojekte des BRICK AWARD 26. Für Wienerberger, dessen Aktie zum Zeitpunkt der Meldung bei 22,71 Euro notierte, schärft die Auszeichnung zugleich das Profil als global vernetzter Akteur im Bereich Ziegel- und Keramiklösungen – mit dem nächsten Termin im Finanzkalender, der Quartalsmitteilung am 12. August 2026, bereits in Sichtweite.