Original Software tritt dem IFS-Partnerprogramm bei, um Kunden dabei zu unterstützen, die Risiken bei der Umstellung auf Cloud-ERP zu minimieren

10.07.2026

Eine Studie zeigt, dass die Nachfrage nach modernen Testverfahren steigt, da IFS-Kunden die Umstellung auf die Cloud vorantreiben

LONDON, 10. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Das auf ERP-Tests spezialisierte Unternehmen Original Software gibt heute bekannt, dass es dem IFS ISV-Partnerprogramm beigetreten ist und damit seine KI-gestützte Testplattform in das globale Ökosystem der IFS-Cloud-Kunden, -Partner und -Systemintegratoren einbringt.

Die Partnerschaft kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die IFS-Community, da eine im Rahmen eines kürzlich abgehaltenen Original Software-Webinars durchgeführte Umfrage ergab, dass 53 % der IFS-Kunden derzeit On-Premise-Umgebungen nutzen, jedoch davon ausgehen, innerhalb von 24 Monaten auf die IFS Cloud umzusteigen, während weitere 47 % bereits die IFS Cloud nutzen.

Die Umfrage unterstrich zudem die Notwendigkeit eines moderneren Ansatzes beim Testen. Trotz der zunehmenden Verbreitung der Cloud verlassen sich 92 % der Befragten nach wie vor auf manuelle Testmethoden wie Excel-Tabellen, E-Mail-Ketten und Screenshots, während nur 8 % spezielle Testtools einsetzen.

Bemerkenswert ist, dass keiner der Befragten angab, automatisierte Testlösungen zu nutzen.

Da Unternehmen immer häufiger auf Cloud-Updates und kontinuierliche Softwareänderungen setzen, können manuelle Testverfahren zunehmend nicht mehr Schritt halten, was zu erhöhten Risiken in Bezug auf Upgrades, Geschäftskontinuität und Compliance führt.

Carl Andrews, CEO von Original Software, sagte: „Der Beitritt zum IFS-Partnerprogramm ist für uns ein logischer nächster Schritt. Cloud-ERP hat das Tempo der Softwareentwicklung grundlegend verändert, doch viele Unternehmen stützen sich nach wie vor auf Testprozesse, die für eine andere Ära konzipiert wurden. Allzu oft werden kritische Tests mithilfe von Tabellenkalkulationen, E-Mail-Ketten und Screenshots verwaltet, was es schwierig macht, mit den ständigen Aktualisierungen Schritt zu halten."

Thusitha GunaratneVice President für Produkt- und Partnerstrategie bei IFS, begrüßte die Partnerschaft und erklärte: „Die codefreie, KI-gesteuerte Testplattform von Original Software ist eine wertvolle Ergänzung des Ökosystems und unterstützt unsere Kunden bei der Implementierung, Aktualisierung und kontinuierlichen Weiterentwicklung ihrer IFS-Cloud-Umgebung."

„Kunden, die auf die IFS Cloud umsteigen, müssen darauf vertrauen können, dass kritische Geschäftsprozesse auch nach jedem Update weiterhin funktionieren. Unsere Plattform ermöglicht es Geschäfts- und IT-Teams, Tests schneller durchzuführen, Risiken zu minimieren und kontinuierliche Veränderungen zu bewältigen, ohne den Aufwand, den die herkömmliche Automatisierung mit sich bringt", fügte Andrews hinzu.

Informationen zu Original Software

Die KI-gestützte Plattform von Original Software für das Testen von Unternehmenssoftware ermöglicht es Unternehmen, geschäftskritische Softwareänderungen schneller und mit größerer Sicherheit umzusetzen. Die Plattform unterstützt Benutzerakzeptanztests, Testautomatisierung, Regressionstests und die Prozessdokumentation für Unternehmensanwendungen und hilft Unternehmen dabei, Risiken zu reduzieren, die Qualität zu verbessern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Kunden berichten von einer Reduzierung des Testaufwands um 90 %. Weitere Informationen finden Sie unter https://originalsoftware.com

 

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Weitere Betrugsvorwürfe gegen René Benko im Signa-Komplex

15.06.2026

Im Insolvenzkomplex rund um den einstigen Signa-Konzern steht Firmengründer René Benko vor einem weiteren Strafverfahren. Die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat beim Landesgericht Innsbruck erneut Anklage wegen schweren Betrugs und Schädigung von Gläubigerinteressen (betrügerischer Krida) eingebracht. Der 49‑jährige Investor befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Die neue Anklage ist nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung, Benko bestreitet sämtliche Vorwürfe.

Kern des aktuellen Verfahrens ist eine Garantieerklärung gegenüber einem Investor beziehungsweise den Vertretern einer Privatstiftung, hinter der nach Medienangaben der frühere Strabag‑Chef Hans-Peter Haselsteiner stehen dürfte. Nach Darstellung der WKStA soll Benko eine „wahrheitswidrige Garantie“ abgegeben und die Stiftung dadurch um rund fünf Millionen Euro geschädigt haben. Konkret sollen die vertretungsbefugten Organe der Stiftung durch die Erklärung dazu veranlasst worden sein, etwa 3,3 Millionen Euro an die Signa Holding zu überweisen und auf die Rückforderung weiterer rund 1,7 Millionen Euro zu verzichten.

Der Garantie zufolge sei der Privatstiftung eine Zahlung von in Summe rund fünf Millionen Euro bis spätestens 30. Juni 2024 zugesichert worden. Diese Rückzahlung sei jedoch ausgeblieben, so die Anklagebehörde. Dadurch soll die Stiftung in Millionenhöhe geschädigt und im Gegenzug die Signa Holding sowie eine weitere Gesellschaft unrechtmäßig bereichert worden sein. Neben dieser angeblichen Falschgarantie wirft die WKStA Benko vor, im Zuge der Signa-Insolvenz sowie seiner persönlichen Insolvenz ein Jagdgewehr im Wert von rund 80.000 Euro vor den Gläubigern verborgen zu haben und damit deren Befriedigung vereitelt zu haben.

Benko war über zwei Jahrzehnte eine der prominentesten Unternehmerfiguren im deutschsprachigen Raum. Mit einem dicht verschachtelten Geflecht aus Immobilien- und Handelsbeteiligungen baute er das Signa-Imperium auf, zu dem zeitweise auch die deutschen Warenhausketten Karstadt und Kaufhof gehörten. Steigende Zinsen, höhere Baukosten und aggressive Zukäufe trugen letztlich zur Insolvenz des Konzerns bei. Im weitläufigen Signa-Komplex wird der ehemalige Milliardär von der WKStA unter anderem wegen Betrugs, Untreue und Bankrotts verdächtigt; weitere Anklagen hält die Behörde für möglich.

Der Investor ist bereits in zwei ähnlichen Verfahren verurteilt worden, beide Urteile sind jedoch noch nicht rechtskräftig. Im Oktober 2025 verhängte ein Gericht eine zweijährige Haftstrafe, im Dezember desselben Jahres folgte wegen Schädigung von Gläubigern eine weitere Verurteilung zu 15 Monaten auf Bewährung sowie eine Geldstrafe. Parallel dazu laufen mehrere Ermittlungsstränge, die auch andere frühere Führungskräfte aus dem Signa-Umfeld betreffen. Die jetzige Anklage erhöht den juristischen Druck auf Benko weiter und dürfte die Aufarbeitung einer der spektakulärsten Unternehmenspleiten im deutschsprachigen Raum zusätzlich in die Länge ziehen.