
Die Stadt Wien verschärft ihr Vorgehen gegen den illegalen Verkauf von Vapes, Nikotinbeuteln und anderen Nikotinprodukten an Minderjährige. Nach einer seit Februar laufenden Schwerpunktaktion des Marktamts mit 366 Kontrollen und 170 Anzeigen stellt die Stadt die Strategie nun auf ganzjährige, unangekündigte Überprüfungen um. Damit sollen Verstöße nicht mehr nur punktuell, sondern dauerhaft verfolgt werden.
Auslöser ist ein anhaltender Trend zu bunt gestalteten E‑Zigaretten und Einweggeräten mit hohem Nikotingehalt, die laut Stadt gezielt Kinder und Jugendliche ansprechen – etwa durch auffällige Farben, Figuren, süße Aromen und Lichteffekte. Der Nikotingehalt dieser Produkte kann dem klassischer Zigaretten entsprechen. Beobachtungen vor Schulen und in Parks zeigen demnach, dass bereits sehr junge Teenager solche Geräte konsumieren.
Im Fokus der Kontrollen stehen vor allem Handy-, Call- und Paketshops. Dort werden Vapes nach Angaben der Stadt häufig nicht offen angeboten, sondern auf Nennung eines Codeworts unter dem Ladentisch hervorgeholt. In einem Fall observierten Ermittler in Zivil über drei Wochen hinweg einen Shop, bevor Marktamt, Polizei und Zoll gemeinsam einschritten. Neben Verstößen gegen das Verkaufsverbot von Tabak- und Nikotinprodukten an unter 18‑Jährige wurden auch Übertretungen des Werbeverbots sowie illegale Alkoholverkäufe an Jugendliche dokumentiert.
Um den Druck zu erhöhen, baut Wien parallel die Kooperation mit dem Tabakbüro der AGES aus, um insbesondere Lieferketten und Vertriebswege stärker nachzuverfolgen. Hinweise auf mögliche Gesetzesverstöße nimmt das Marktamt (MA 59) unter der Telefonnummer 01/4000‑8090 entgegen, auch anonym. Bei Verstößen gegen das Tabakgesetz drohen nach Angaben der Stadt Geldstrafen in fünfstelliger Höhe.
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Der Verbund-Finanzvorstand Peter Kollmann wird Österreichs führenden Energiekonzern verlassen und zur Bank of America wechseln. Wie das Unternehmen mitteilte, hat der stellvertretende Vorstandsvorsitzende den Aufsichtsrat darüber informiert, dass er sein Vorstandsmandat mit Wirkung zum 31. August 2026 niederlegt. Kollmann soll bei der US-Großbank die Position des Vice Chair EU sowie die Funktion des Country Executive für Deutschland und Österreich übernehmen.
Der Vorsitzende des Verbund-Aufsichtsrats, Martin Ohneberg, würdigte Kollmanns Beitrag zur Entwicklung des Konzerns. Er habe das Unternehmen in einer „anspruchsvollen Phase“ maßgeblich mitgestaltet und wichtige Impulse für die erfolgreiche Weiterentwicklung gesetzt, heißt es in der Mitteilung. Kollmanns Wirken sei von großer Bedeutung gewesen und wirke nachhaltig fort. Der Aufsichtsrat respektiere seine Entscheidung, eine neue Aufgabe außerhalb des Unternehmens anzunehmen, und wünsche ihm für die berufliche und persönliche Zukunft alles Gute.
Kollmann selbst sprach von einer „großen Ehre“, Teil der Verbund AG gewesen zu sein. Er zeigte sich stolz auf die gemeinsam erzielten Ergebnisse, insbesondere vor dem Hintergrund eines herausfordernden Umfelds. Zugleich bedankte er sich bei seinen Kolleginnen und Kollegen, dem Führungsteam und dem Aufsichtsrat für Vertrauen, enge Zusammenarbeit und Unterstützung. Bis zu seinem Ausscheiden wolle er sich weiterhin mit voller Kraft für das Unternehmen einsetzen.
Der langjährige Finanzvorstand verlässt den Verbund nach 13 Jahren im Top-Management. In dieser Zeit habe er einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung und zum Erfolg des Unternehmens geleistet, teilte der Konzern mit. In einem von hoher Unsicherheit geprägten Umfeld habe Kollmann dazu beigetragen, den Verbund zu stärken, strategische Initiativen voranzubringen und das Unternehmen zukunftsgerichtet und widerstandsfähig aufzustellen. Angaben zur Nachfolge im Finanzressort oder zur weiteren personellen Aufstellung des Vorstands waren in der Mitteilung nicht enthalten.